Sociedad | Gesellschaft — 23 März 2015
Al andar. Desde pequeña. En verano, a veces, tengo que echarme talco donde se juntan para que no me escueza. Y tengo el culo gordo. Y las piernas. Y durezas en los pies. Y pelos donde no debe ser. Y me están saliendo arrugas, canas, manchas. Que a veces se mezclan con los granos. Y suelo tener ojeras. Y no tengo los dientes blancos, ni están todos en fila, ni son exactos.
Manchmal, im Sommer, brauche ich Puder an den Stellen, wo sich meine Schenkel berühren. Beim Gehen. Seit ich klein bin. Damit es nicht brennt. Ich habe einen fetten Arsch. Und fette Beine. Und Hornhaut an den Füßen. Und Haare, wo ich keine haben darf. Ich bekomme graue Strähnen, Falten, Flecken. Zwischen denen öfter mal ein Pickel sprießt. Und ich hab meistens Augenringe. Und keine schönen, geraden, weißen Zähne.
La FAKTORIA LILA  es un espacio de aprendizaje, creación y acción feminista. De su Blog hemos tomado el texto – Ojalá, Hamburgo, primer trimestre de 2015.
Die FAKTORIA LILA ist ein Raum für Lernprozesse, kreatives Arbeiten und feministische Aktion. Aus ihrem Blog haben wir den Text – [hoffentlich] Hamburg, erstes Vierteljahr 2015. Deutsche Version von Felicitas Moser

 

Por eso soy perfecta. La perfecta borrega asustada que se pasará la vida tratando de que le quede distancia entre las piernas, de que sólo algunas de sus curvas sean convexas, de que no haya en su cuerpo rastro de pelos, granos, manchas, pieles muertas… Que comprará cosas, revistas, cremas. Que se avergonzará de su cuerpo y querrá el de otras, y se culpará de no tenerlo. Que lo esconderá como pueda, por miedo a escuchar la mirada ajena. Que se sentirá vieja, fofa, fea. Que se creerá invisible, inquerible, infollable, despreciable…
Darum bin ich perfekt. Das perfekte, verschüchterte Schaf, das sein Leben lang nur daran arbeitet, dass zwischen seinen Beinen ein bestimmter Abstand bleibt und nur bestimmte Kurven konvex und auf seinem Körper bloß keine Spur von Haaren, Pickeln, Flecken, toter Haut.. Ich bin das Schaf, das Cremes kauft und Zeitschriften und Zeug… Das sich für seinen Körper schämt, das den einer Anderen will und sich die Schuld dafür gibt, ihn nicht zu haben. Das ihn versteckt, so gut es geht, vor lauter Angst, aus dem fremden Blick etwas herauszuhören. Das sich alt und fett und hässlich fühlt. Das sich für unsichtbar hält, für unliebbar, unfickbar, verabscheuenswert…

 

Y pierdo la batalla imbécil de soñar con estar buena
Und verliere den dämlichen Kampf um den Traum, sexy zu sein.

 

O igual no soy tan perfecta. Igual soy una mujer grande, en una autoestima pequeña. Igual me pierdo todo lo que dicen estos ojos, porque los uso sólo para buscarme nuevos rincones fofos. Igual estoy desperdiciando el tiempo, empeñada en que no se me note por fuera. Igual me despierto un día de estos, y me rindo y pierdo la batalla imbécil de soñar con estar buena.
Oder vielleicht bin ich doch nicht so perfekt. Vielleicht bin ich eine große Frau mit einem kleinen Ego. Vielleicht überhöre ich alles, was diese Blicke sagen, weil sie mir nur dazu dienen, neue Fettpolster zu sehen. Vielleicht vergeude ich meine Zeit mit dem krampfhaften Versuch, mir nach außen hin nichts anmerken zu lassen. Vielleicht wache ich irgendwann auf und ergebe mich und verliere den dämlichen Kampf um den Traum, sexy zu sein.
Y entonces, igual, empiezo a entender que para sentir fuego en el pecho no hace falta tener las tetas tiesas. Que para morder con placer no hace falta tener una boca tierna, que lo que importa es mover el culo al bailar, al correr, al pedalear, al follar, no las dimensiones que tenga. Que mi cuerpo es mi única arma para ser, no un solar en el que acumular mis mierdas. Que para disfrutar de que te acaricien el pelo, no hace falta currarse una preciosa melena.
Und dann, vielleicht, fange ich an zu verstehen, dass es keine straffen Brüste braucht für ein Feuer in der Brust. Und keine zarten Lippen für Bisse mit Lust und dass es beim Tanzen, Rennen, Radfahrn, Ficken darum geht, den Arsch zu bewegen und nicht um seine Form. Dass mein Körper meine einzige Waffe ist um zu sein und kein Stück Erde, auf dem sich meine Scheiße häuft und dass dir auch ohne wilde Mähne das Haar gestreichelt wird.
Igual un día entiendo que no hay nada valioso en la belleza, que es sólo un invento de quienes no les conviene que me quiera. Porque dejaría de comprar, de esconderme, de juzgarme, de envidiar. Y entonces me sentiría libre y valiente y dueña de mis pies, de mi culo, de mis tetas, de mis pelos, de mis curvas, de mi coño, de mis piernas. Y usaría mi cuerpo para vivir, no para envolverlo en complejos y cremas. Y sería mucho más feliz. Y eso, en este mundo, no cuela.
 Vielleicht verstehe ich irgendwann bald, dass Schönheit an sich keinen Wert besitzt und eine bloße Erfindung derer ist, denen nicht daran gelegen ist, dass ich mich selbst liebe. Denn dann würde ich nicht länger kaufen, mich nicht länger verstecken, bewerten und andere beneiden. Ich würde mich frei fühlen und mutig und im Besitz meiner Füße, meines Arschs, meiner Brüste, Haare, Kurven, Muschi, Beine. Ich würde meinen Körper zum Leben nutzen anstatt ihn unter Komplexen und Creme zu begraben. Und ich wäre so viel glücklicher. Und das geht in dieser Welt nicht durch.“

 
vorher nachher

 

El texto apareció originalmente en | Der Text ist ursprunglich erschienen in:

http://www.faktorialila.com/index.php/es/blog/82-faktoria-lila-web/blog/168-me-rozan-los-muslos

También las fotos las hemos tomado de este blog. Auch die Fotos haben wir aus diesem Blog genommen.

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